Hintergrund

Donnerstag, 8. September 2011

Camping in der "Dachschlucht"

Donnerstag, 23.06.2011
Im Zelt nebenan bzw. hinter der Hecke wohnten auch zwei Deutsche. Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs. Aber bei den Wetterverhältnissen gar nicht so einfach. Gestern mußten sie 10km schieben, da sie vom Wind vom Rad gepustet wurden. Sie wollen heute noch bis Selfoss fahren. Alle Achtung!! Sie sind Islandkenner und meinten, wir müssen unbedingt nach Landmannalaugar. Aber vermutlich ist die Straße noch gesperrt, bis zum Abflugstag war sie es jedenfalls. Aber jeden Tag werden die Straßenverhältnisse geprüft.


Wir beschließen, dass wir es versuchen sollten. Wir fahren Richtung Arnes und Stöng. Auf der Fahrt entdecke ich einen fotogenen Berg auf den wir sogar mit dem Auto hoch fahren können. Dort steht prompt ein deutscher VW Bus. Der Besitzer sagte uns dann, dass die Hochlandstraße erst in der nächsten Woche geöffnet wird. Tja, dann brauchen wir gar nicht weiterfahren, dann geht’s direkt nach Vík. Direkt natürlich nicht so ganz. Vorher kommen wir erst am Seljalandfoss und am Skógarfoss vorbei.


Im Reiseführer wird zum Campen die Dachschlucht empfohlen (dort gibt es auch Hütten), hinter Vík nochmal 14 km auf der Straße 214. Die Strecke ist der Wahnsinn. Das Wort „verwunschen“ aus dem Reiseführer trifft es – oder auch nicht. Mir fehlen die Worte. Hinter jedem kleinen Hügel und hinter jeder Kurve wird es noch spannender und ich möchte am liebsten die Strecke zu Fuß gehen.




Wir bauen das Zelt auf und fangen an zu kochen. Es gibt dort auch eine windgeschützte Höhle mit Sitzmöglichkeiten, aber dort grillt heute eine Reisegruppe.

Wir machen noch einen Spaziergang, da die Umgebung so schön ist. Drei Stunden später sind wir wieder am Zelt und trinken Rotwein. Abends wird es empfindlich kalt und beim draußen sitzen kühlen wir aus.

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